Haupersweiler Saarland Deutschland

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Seitzweiler Saarland Deutschland

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19. August 2017

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15. August 2017

  

 

 

 

 

 

 

 
 

 
        

     Haupersweiler - Gemeinde Freisen                                

 

 

                                                                                                 

                                             


 
 
 
 
 

 

 

 

Kartenlink

 

Willkommen in Haupersweiler/Seitzweiler!

 

 

 

Haupersweiler

wurde erstmals im Jahre 1331 urkundlich erwähnt, es liegt im Nordosten des Saarlandes, direkt an der Grenze zu Rheinland/Pfalz.

Mit seinen fast 580 Einwohnern (Stand April 2015) ist Haupersweiler mit dem Ortsteil Seitzweiler der viertgrößte von acht Ortsteilen der Gemeinde Freisen. Umgeben von Wald, Felder und Wiesen und den höchsten Erhebungen des Saarlandes liegt es im schönen Ostertal, 360 m über NN. Der benachbarte Weiselberg mißt 568 m.

Über die Herkunft des Namens Haupersweiler gibt es verschiedene Versionen. Einmal heißt es, daß der Name von "Hubertus"  (Hubertusweiler) stammt, andermal, so sagen Professoren, bedeute der Name wahrscheinlich "Weiler des Huguberath", wurde jedoch im Verlaufe der Zeit zu "Haubertsweiler" bis zum heutigen Haupersweiler umgewandelt.

Durch den Ort führt die L 122 und am Haltepunkt Haupersweiler in Seitzweiler hält der Museumszug der Ostertalbahn. Die A 62 ist über die jeweils 6 km entfernten Anschlußstellen Freisen und Konken zu erreichen.

Markant für die Ortschaft ist das Viadukt in Seitzweiler, eine gestelzte mit Sandstein verkleidete Rundbogenbrücke mit vier Bögen, eines der größten Brückenbauwerke der Ostertalbahnstrecke, das mit einer Gesamtlänge von 83 m und in einer Höhe von 20 m das Tal der Oster überspannt. Dieses Bauwerk wurde als Denkmal in die Denkmalliste des Staatlichen Konservatoramtes des Saarlandes aufgenommen. 

Haupersweiler hat eine Gemarkungsfläche von ca. 520 ha, davon sind ca. 370 ha landwirtschaftlich genutzt, 80 ha Waldfläche und ca. 10 ha Brachland. Z. Zt. gibt es noch 2 hauptberufliche Landwirte.

Das Dorf hat einen ländlichen Charakter, keine Industrie, einige selbständige Unternehmer und so arbeiten viele bei den Industriewerken in Schwarzerden, beim Instandsetzungswerk der Bundeswehr in St. Wendel, bei der BASF in Ludwigshafen, im Opelwerk Kaiserslautern oder in anderen kleineren Unternehmen im Saarland oder in Rheinland/Pfalz.

In den letzten Jahrzehnten hat sich in Haupersweiler einiges gewandelt. Nachdem Ende der 80er Jahre die Ortsdurchfahrt erneuert wurde, konnte 1994 auch ein Dorfplatz geplant und hergerichtet werden. Fast zeitgleich wurden Oster und Wilmesbach im Zuge der Renaturierung wieder in den Zustand vor der Begradigung der Bachläufe zurückversetzt. Viele Projekte wurden in Eigenleistung durch Vereine, Verbände und Organisationen des Dorfes erstellt, was einem intakten Dorf- und Vereinsleben zugrunde liegt.

So zeigt sich heute am Waldrand die 1994 erbaute Friedenskapelle mit ihrem 1997  angelegten Kreuzweg, der "Am Bildstöckchen" beginnt. Wenige Meter davon entfernt wird eine Wassertretanlage mit frischem Quellwasser von vielen Menschen aus Nah und Fern genutzt. Auch eine Schutzhütte säumt den Waldesrand in Richtung Scharmeshöhe, die, wie zahlreiche Funde in der Vergangenheit zeigen, eine keltisch-, römisch-, fränkisch-alemannische Siedlungsstätte war. Das Vereinshaus wurde umgebaut und einen "Hubertuskeller" für die Jugend hergerichtet. An den Ortsenden heißen an der Hauptstraße hölzerne Ortseingangsschilder Gäste und Durchreisende willkommen.

1997 wurde zwischen Seitzweiler und Osterbrücken eine Kläranlage gebaut, die im Zuge des Kanalbau's von Oberkirchen nach Haupersweiler im Herbst 1999 ihren Betrieb aufnehmen konnte.

1999 wurde die Stockgartenstraße entlang des  Feuerwehrhauses verkehrsberuhigt ausgebaut und damit gleichzeitig die erste Fremdwasserentflechtungsmaßnahme im Dorf durchgeführt.

Seit 1993 leitet Ortsvorsteher F-J. Danneck  (Tel. 06855/6427) die Geschicke des Ortes, bei einer Sitzverteilung im Ortsrat von 6 Sitzen SPD  und 3 CDU.

 
 
 
 

Eines der ältesten Dorfkreuze steht von Oberkirchen kommend rechts in der "Hohl" am Straßenrand. Es kommt aus dem Jahre 1793 und stand bis zum Jahre 1903 mitten im Dorfe, wo ein neues Kreuz, mit Front nach Süden der "Eichbach" zu, seinen Platz einnahm.

Durch die Verwitterung und durch das öftere Übertünchen ist es bereits 1911 nicht mehr möglich, einzelne Wörter der Inschrift zu entziffern, die über den Sinn des Ganzen nichts enthüllen. Selbst die ältesten Leute vermochten zu jener Zeit nicht anzugeben, wer es errichtet hat oder ob es einem besonderen Anlasse sein Entstehen verdankt. (BILD 2007)

 

 

 

 

Ein altes Bauernhaus an der Hauptstraße 

(Baudenkmal)

(1. Hälfte des 19. Jahrhunderts)

 

 

In der Dorfmitte:

Dorfbrunnen (alt), Glockenturm und Bushaltestelle

Im Hintergrund:

Spielburg und Sportplatz

 

 

Durch einen Autounfall wurde der Dorfbrunnen im Jahre 2015 schwer beschädigt.

Der Dorfbrunnen symbolisierte fünf Mühlsteine und wurde 1994 erstellt (alt).

 

Der neue Dorfbrunnen 2016

 

Haupersweiler - ein Ort mit Lebensqualität

Haupersweiler, im oberen Ostertal an der Bahnstrecke Ottweiler- Schwarzerden gelegen, hat wie alle Dörfer des Ostertales, auch eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Nach Beendigung des Krieges gehörte Haupersweiler zuerst zum Kreis Birkenfeld. Im Zusammenhang mit der Angliederung von 13 Gemeinden im Juni 1947 wurde auch Haupersweiler dem Kreis St. Wendel zugeschlagen.

Eine Besonderheit hatte Haupersweiler jedoch hinsichtlich des Grenzverlaufes zwischen Saarland und Rheinland/Pfalz vorzuzeigen.

Um vom rheinland-pfälzischen Herchweiler nach Haupersweiler zu gelangen, bedurfte es keiner großen Mühe. Im Haupersweiler Straßenzug "In der Gaß" (in Herchweiler) war es lediglich ein verrohrtes Bachbett, welches den Grenzverlauf aufzeigte. Diese Grenze wurde am 27. 05. 2003 durch einen Staatsvertrag zwischen den Ländern Rheinland/Pfalz und Saarland geändert. 55 Bürgerinnen und Bürger wurden ab dem 01. 01. 2004 Herchweiler Bürger und somit Pfälzer.

Ungefähr 75 % der Haupersweiler Einwohner sind katholisch, die restlichen evangelisch. 

Sehr stolz ist der Ort auf eine intakte und gut funktionierende Dorfgemeinschaft. Zeugnis dafür ist, daß sich 12 Vereine darum bemühen, die Lebensqualität und das Zusammengehörigkeitsgefühl in seinem Heimatort zu fördern. In der heutigen Zeit ist es um so wichtiger, daß gerade Vereine und Verbände in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft sich zur Pflege von Kulturgut und Traditionen zusammenschließen und somit einen Fortbestand dieser Werte für die Zukunft gewährleisten.

 

 

Der Glockenturm mit der Dorfglocke von 1814.

Die Glocke wurde bei Schrader & Sprinkhorn in Frankenthal gegossen, 1921 über die Firma G. Pfeifer aus Kaiserslautern bezogen und am 17. April des gleichen Jahres eingeweiht.  

 

 

Die große Spielburg am Rande des Spielplatzes schließt sich in der Nähe des Glockenturmes an.

 

 

Der Spielplatz mit vielen Spielgeräten.

 

 

Der Sportplatz des TuS Haupersweiler.

 

 

Der Bouleplatz, gebaut 2007. (noch ohne Boule-Hütte)

 

Im Zuge der Aktion

"Tatort Dorfmitte"

wurde anno 2008 

die "Boulehütte"

erbaut.

 

2014 wurde eine Sitzgruppe vom Dorf- & Kulturverein errichtet und hinzugefügt.

 

 

Dorfplatz für Feste, Weihnachtsmärkte und andere Veranstaltungen.

 

 

Das Vereinshaus mit einem entsprechendem Vorbau.

(Umbau alte Volksschule)

 

 

 

 

 

Die "Mühle" im Eck

(Bild wird nachgereicht)

 

 

 

 

Luftaufnahme von Haupersweiler ca. 1990

 

 

 

Das Steinkreuz an der "Newe Hell" (BILD 2007) stand u. a. vorher auch mal neben dem Vereinshaus (frühere Schule).

 

 

 

 

 

Der 1994 erbauten Friedenkapelle wurde im Jahre 2004 das Patronat des heiligen Hubertus verliehen, von dem  das Dorf Haupersweiler seinen Namen hat und in "Hubertuskapelle" umbenannt.

 

 

 

 

Von der Kapelle aus führt ein "Kreuzweg" mit 14 Stationen, die den Leidensweg Jesu darstellen, zum "Bildstöckchen".

 

 

Das "Bildstöckchen" mit einer Darstellung zu Ehren der „Drei Mal wunderbaren Mutter von Schönstatt“ wurde 1955 errichtet.

 

 

Weiter oberhalb, Richtung "Scharmeshöhe", befindet sich im Wald eine große Schutzhütte mit Grillplatz.

 
 
 

Annalen

1781

Mairie Oberkirchen mit Haupersweiler, Seitzweiler und Teil von Herchweiler gehört zum Amt St. Wendel.

1811

Bis zum Jahre 1811 bildete Seitzweiler den größten Teil des Schulverbandes und wurde bis zu diesem Zeitpunkt ein Privathaus als Schullokal daselbst benutzt; später wurde gegenwärtiges Schulhaus, welches ursprünglich zwei Privatgebäude bildete, als Lehrsaal benutzt. In den Jahren 1811 bis 1817 wurde das Lokal wieder in das jenseitige Ende des Dorfes, sie sogenannte Eichbach, verlegt. Dieser Wechsel dauerte bis zum Jahre 1932, wo gegenwärtiges Schulhaus unter der Leitung des H. Baumeister Blatt zu St. Wendel neu erbaut wurde.

1815

Bürgermeisterei Oberkirchen mit Haupersweiler zum Kreis Ottweiler gehörend.

1816

Zuordnung der Bürgermeisterei Oberkirchen mit Haupersweiler zum Kanton St. Wendel.

1819

Haupersweiler hatte 208 Einwohner und 40 Häuser.

1873

Die Gemeinde Haupersweiler zählt 374 Seelen.

1896

Nach der Volkszählung vom 1. Dezember hat Haupersweiler 401 Seelen, die Schule zählt 69 Kinder und im Dorf kommen zu diesem Zeitpunkt 72 Krankheitsfälle vor.

27.01.1900

Die Kaiser-Geburtstagsfeier verlief in folgender Weise: Besuch des Gottesdienstes, Gedichte, Absingen von Liedern, Ansprache, die Nationalhymne wird gesungen und ein Kaiserhoch ausgebracht.

04.04.1902

Gemeinderatsitzung in Oberkirchen. Tagesordnung: Einstellung einer Hebamme für den Bezirk Oberkirchen-Haupersweiler. Eingestellt wurde die Frau des Johann Wüst. Von Haupersweiler nehmen an der Sitzung teil: Ortsvorsteher Keller, Stellvertreter Herr Uhl.

1909

In diesem Jahr war der letzte Webstuhl im Dorfe tätig. In vielen Häusern findet man ihn noch auf dem Speicher, manche wurden auch kleingehauen oder verbrannt.

01.12.1910

Haupersweiler hat 426 Einwohner, 226 männlichen und 200 weiblichen Geschlechts. Es wurden 74 Haushalte gezählt, 5 mit einer Person. Die Ergebnisse der Viehzählung: 35 Pferde, 321 Stk. Rindvieh und 135 Schweine.

23.07.1911

Vor einigen Wochen wurde hier das letzte Haus, das mit Stroh gedeckt war, niedergelegt und an seiner Stelle ein neues Gebäude errichtet (neuer Stall mit Scheune).

01.04.1912

Der diesjährige Winter darf man wohl als einen milden, aber auch nassen Winter bezeichnen. Der wenige Schnee blieb nie länger als 2-3 Tage liegen; klares Winterwetter hatten wir nur wenige Tage.

01.07.1913

Heute überflog ein Zeppelin-Luftschiff Oberkirchen. Auch von hier aus konnte es sehr gut gesehen werden. Dasselbe kam von Schwarzerden her, überflog Oberkirchen morgens um 9.15 Uhr, flog dann weiter um den Weiselberg über die Scharmeshöhe in die Richtung St. Wendel. Ungefähr 10 Minuten konnten wir das Luftschiff sehen.

06.07.1922

Endlich kommt das elektrische Licht. Nach vielen Kämpfen haben es einige vernünftige Einwohner durchgesetzt. Obwohl so viele anfangs dagegen waren, brennt es doch in den meisten Häusern.
11.09.1924 Auf dem Festplatz hinter dem Weiselberg fand ein Turn- und Spielfest statt. Die Schulen von Oberkirchen und Haupersweiler marschierten vereint unter Voraustragen der Schulfahne dorthin. Dies war für die französische Besetzung Grund, die Lehrperson nach Baumholder vorzuladen und sie mit einer Geldstrafe zu belegen.

1925

Radfahrfest am 19.-20.07.1925
02.02.1927 Brand in der Mühle im Weihergarten zu Oberkirchen (Jakob Dausend) - auch die Haupersweiler Feuerwehr war im Einsatz.

2. Hälfte 1928

Es fanden Verhandlungen zwischen der Neunkircher Straßenbahn AG und Ortschaften des Ostertals zum Bau der Eisenbahnlinie Neunkirchen-Oberkirchen statt.
21.06.1929 Das Luftschiff "Graf Zeppelin" auf Probefahrt über hiesiger Landschaft.
15.07.1929 Heute wurde ein großes Sängerfest gefeiert. Es war dies das erste Fest des Gesangvereins. Der Festplatz befand sich auf der Wiese des Herrn Peter Becker am Brunnenhäuschen.

 

 

Auf dem Weg zurück zum Dorf, zeigt sich ein zauberhaftes Natur-Panorama um den Weiselberg.

 

 

Die "Biehl-Quelle" versorgt eine Wassertretanlage und den Brunnen an der Kapelle.

 

 

Die Wassertretanlage oberhalb der Hubertuskapelle. 

 

 

Vor Kneipp betrieb schon Hippokrates systematisch die Wasserheilkunde.

 

 

Das Gefallenen-Ehrenmal wurde am 20. 11. 1955 eingeweiht. Bevor es auf den Friedhof umgesiedelt wurde stand es auf dem

"Hellje Hiwwel"

(Heiligen Hügel - Denkmalstraße).

 

(...mehr? ..... dazu auf's Datum klicken)

 

 

Auf dem Weg durch die Schlucht nach Seitzweiler befindet sich rechter Hand am

"Helljeborre"

(Heiligenborn-Straße) ein weiteres altes Steinkreuz aus vergangenen Jahrhunderten. (BILD 2007)

 

 

Linker Hand führt der Mühlenweg zur "Eller-Mühle" .

 

 

Das Viadukt in Seitzweiler - eine gestelzte mit Sandstein verkleidete Rundbogenbrücke mit vier Bögen, eines der größten Brückenbauwerke der Ostertalbahnstrecke, das  mit einer Gesamtlänge von 83 m und in einer Höhe von 20 m das Tal der Oster überspannt. (Denkmal)

 

 

 

Das Viadukt aus einer anderen herbstlichen Perspektive.

 

 

 

Das Kreuz an der Seitzweilerstraße. (BILD 2007) 

"Errichtet zum Zeichen der Dankbarkeit gegen Gott für gnädige Führung durch den Krieg 1870/71 und Errettung aus Krankheit".

 
 
 
 

Haupersweiler/Seitzweiler

(ca. 1730 - 1740)

 

Ausschnitt aus einer französischen Landkarte.

 
 
 
 

Zeitzeugnis 18. Jh.

 
 

 
 
 

Zeitzeugnis 17. Jh.

 
 
 
 
Quelle:
 
 
 
 
 
 
 
 

Zeitzeugnis 16. Jh.

 
 
 

Landesarchiv Speyer

Bestand E 6 Reichskammergericht

Findbuch

Akten

Reichskammergerichtsprozess 3197 Kl.: Johann Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Graf zu Veldenz und Sponheim, Zweibrücken ...

Fundstelle 2 von 2:   

 1  2

Reichskammergerichtsprozess 3197

Kl.: Johann Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Graf zu Veldenz und Sponheim, Zweibrücken ...

Laufzeit

1581-1582

Umfang

1,5 cm

Enthält

Schädigung kl. Untertanen im Amt Lichtenberg, u.a. in den Dörfern Schwarzerden, Schellweiler, Herchweiler und Osterbrücken, beim Durchzug einer Reitertruppe. Bekl. vom Stein hatte 1575 als Oberst im Auftrag des Pfalzgrafen Johann Kasimir Reiter angeworben und nach Frankreich geführt. Sie entwendeten ohne Bezahlung Lebensmittel von den Untertanen und schossen auf Knauels Jakob von Schwarzerden, so daß er lebensgefährlich verwundet wurde. Da die bekl. Offiziere nicht einschritten, verlangte Kl. gemäß der 1570 am Reichstag zu Speyer aufgerichteten Reiterbestallung Schadenersatz. Weiterer Schaden wurde angerichtet, als die Reiter in den Dörfern Linxweiler, Haupersweiler und Seitzweiler lagen. Sie holten 89 Schweine sowie 414 Schafe und Hämmel aus Albessen und schlachteten sie. Bekl. kümmerten sich nicht um ein Schreiben des Kl. und des Hermann Münch von Buseck, Zu- und Nachgeordneter des Oberrheinischen Kreises, das ihnen vom Hoflager Schloß Kirkel aus überbracht worden war. Nach Rückkehr der Truppe aus Frankreich im August 1576 verlangte Kl. wiederum ohne Erfolg Bezahlung. Er fordert für seine Untertanen 1000 fl. Schadenersatz und für sich selbst wegen Verletzung seiner Obrigkeit 3000 fl. Mitbekl. vom Stein beruft sich auf das Austrägalrecht der Reichsritterschaft, der er angehört. Er lehnt eine Haftung für den von Donop ab, weil dieser zur Zeit der Tat nicht sein Untergebener, sondern im "freien Zug und Anritt" war. Im übrigen gehöre die Sache nach "alt teutschem löblichen Kriegswesen und Herkommen" zum "Kriegsregiment" und nicht vor das RKG. Nach Verurteilung zur Litiskontestation weist der vom Stein die Vorwürfe zurück. Die Musterung erfolgte erst in Frankreich, so daß er vorher nicht für die Reiter verantwortlich war. Er erhebt Widerklage über 4535 fl. Diesen Betrag war ihm Pfalzgraf Wolfgang, Vater des Kl., schuldig geblieben, nachdem Bekl. für ihn 1568 Reiter für eine Zug nach Frankreich angeworben hatte.

Beteiligte(r)

Beteiligte(r) / Wohnort bei Antrag

Kl.: Johann Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Graf zu Veldenz und Sponheim, Zweibrücken

Bekl.: Obrist Heinrich vom Stein zu Niederstotzingen und Rittmeister Moritz von Donop, Erbseß zu Papenhausen

 

 

 

 

 

 

Klagegrund

Klagegrund / Tatbestand

simplicis querelae

 
 
 
 

 
 

Das Seitzweiler Viadukt in der Bauphase

(Fertigstellung des Bahn-Bauabschnitts Niederkirchen - Schwarzerden 1938) 

 
 

 
 
 
 

 

 

Historiographie von Haupersweiler

 

Ende 13. Jahrhundert. Der Herzog von Lothringen erwarb im Zuge des Blieskasteler Erbfolgestreites durch Kauf Teile der Tholeyer Grundherrschaft, darunter auch Ober-kirchen. Zu dieser lothringischen Herrschaft Oberkirchen zählten u. a. auch Haupers-weiler, Seitzweiler, sowie der westliche Teil von Herchweiler (Gaß).

Um 1450 kirchliche Organisation in unserem Raum. Zum Glaner Landkapitel des Erz-bistums Mainz gehörten u. a. auch die Pfarreien Oberkirchen und Niederkirchen. Zu Niederkirchen zählten als Filialorte u. a. Seitzweiler und Herchweiler teilweise. Die Restteile von Seitzweiler und Herchweiler waren wiederum Oberkirchen zugeordnet.

1541 und 1588. Die zitierten Grenzbeschreibungen entsprechen auch noch heute weit-gehend den Gemarkungsgrenzen von 2003 (Neuer Staatsvertrag wegen "Der Gaß"). Ein Kuriosum stellten die Verhältnisse in Herchweiler dar, wo der Dorfbach die Terri-torialgrenze bildete. Der Herchweilerbach teilte den Ort in einen östlichen, zwei-brückerischen und einen westlichen, lothringischen Teil.

1618/1646 Eintrag im Niederkircher Kirchenbuch "Haupersweiler":

Engel, Schwester der Frau des Hans Meyer aus Oberkirchen +1618 (10 bz. = gezahlte Steuern).

Seitzweiler: Jung, Hans, war auf der Eltzischen Gült begütert +1618 (2 Fl. = gezahlte Steuern). Weber, Hans, verkaufte 1618 seine Güter auf der Eltzischen Gült.

15./16. Jahrhundert. Die Grafen von Nassau-Saarbrücken und das Königreich Verzeichnis der leibeigenen Mitte des 15. Jahrhundert. (Nassau Saarbrücken)

Seitzweiler: Peter Hype                                                                                                     Haushalte Mitte 15. Jahrhundert = Seitzweiler entspricht 1 Haushalt                     Erträge des großen Zehnten der Klosterschaffnerei Wörschweiler für die Pfarrei Niederkirchen. Korn 1594 Hafer 1594 Hafer 1643

Seitzweiler: 9 Mlr. 7 Mlr. 1 Faß 4 Faß Herchweiler:+1/2 Vierling 3 Vierling. Der Seitzweiler und Herchweiler Zehnt wurde jeweils gemeinsam gehoben;

ab 1640 lautet der Eintrag teilweise "Seitzweiler u. Haupersweiler" oder einfach "Haupersweiler".

Die Pächter des großen Kirchenzehnten.

Angegeben sind die Orte, in denen jemand als Pächter oder Bürge auftrat, sowie den Zeitraum vom ersten bis letzten Auftreten. Die Übersicht gibt zu erkennen, wer den dreißigjährigen Krieg (1618-48) überlebt hat.

Verwendete Abkürzungen: Hpw = Haupersweiler, Hw = Herchweiler, Sw = Seitzweiler

Pächter oder Bürge im Zeitabschnitt 1565 - 1665:

 

1624 flüchteten auch Familien aus Seitzweiler nach St. Wendel (Dreißigjähriger Krieg).

 

Arpfel, Georg aus Hpw, Sw + Hw 1590
Becker, Anthes aus Hpw 1642-61
Becker, Glaß aus Hpw, Sw + Hw 1587-93
Becker, Hans-Adam aus Hpw, Sw + Hw 1641-62
Becker, Heilmann aus Hpw, Sw + Hw 1604
Becker Matthes aus Hpw 1623-32
Diehl, Hans aus Hpw, 1625
Gerlach, Bertel aus Hpw, Sw + Hw 1631
Gerlachs, Cloß aus Hpw, Sw + Hw 1565
Gerlachs Hans aus Hpw, Sw + Hw 1588-1618
Hefners, Hans aus Hpw, Sw + Hw 1599
Hoffmanns, Hans aus Hpw, Sw + Hw 1627
Kosner, Hans aus Sw + Hw 1640
Klein, Hans aus Sw + Hw 1629-30
Kuntzen, Jakob aus Sw + Hw 1623-24
Maurer, Anton aus Hpw, Sw + Hw 1601-14
Maurer, Hans Nickel aus Hpw, Sw + Hw 1630-32
Müller, Diobladt aus Hpw, Sw + Hw 1599-1623
Müller, Trutz aus Sw + Hw 1645
Neu, Hans aus Sw + Hw 1630
Schmidt, Hans aus Sw + Hw 1625-31
Schmidt, Johann aus Hpw, Sw 1650
Steiff(Steuff) Hans-Jakob aus Hpw + Hw 1664-65
Steinmetz, Anton aus Hpw, Sw + Hw 1615
Stiel, Hans aus Hpw, Sw + Hw 1623
Weber, Grödtmann aus Sw + Hw 1634
Weissgerber, Wentz aus Hpw + Hw 1657-65
Wenz, Adam aus Sw + Hw 1643
 
 
 
 

Im Zuge der Renaturierung des Osterbachlaufes (1993-1995) wurde auch die Kläranlage am Ortsrand von Seitzweiler im Jahre 1998 in Betrieb genommen.

 
 
 
 

Ehemaliger Steinbruch am Seerech

 
 
 
 
Gesamtfläche:

5,24 Quadratkilometer

Bejagbare Fläche:

444 ha

Waldanteil:

16 %

Landwirtschaftl. Nutzfläche:

340 ha

Höchste Erhebung:

Steinhügel mit 444 m über NN

Fließende Gewässer:

Die Oster - ein renaturierter Mittelgebirgsbach

Haupt-Zuläufe: Wilhelmsbach und Herchweiler-Bach

Straße:

Landstraße L 122

Schiene:

Museumsbahn - Ostertalbahn

 

 

 

 
 

 

 
 

 
 
 
 

 

Übersichtskarte der Gemarkung Haupersweiler - Stand 2002 -

denn:

2003 wurde per Staatsvertrag der bis dahin zu Haupersweiler gehörende Teil, die "Gass", des benachbarten Herchweiler auch verwaltungstechnisch an die rheinland-pfälzische Gemeinde übergeben.

 
(Zu den Datailkarten mit den Flur-Namen bitte auf die Überschrift klicken)
 
© Bilder bei KHK

 

 

Ruhebank an der Seitzweiler Brücke.

Die Kapelle im Mai 2013

Das Kreuz "in der Newe Hell" im Mai 2013

 

Das Vereinshaus im Mai 2013

Das Kreuz "in der Hohl" im Mai 2013

 

Panorama Haupersweiler - aufgenommen vom "Kellerling" an einem verregneten Novemberabend 2007 kurz vor Einbruch der Dunkelheit

 

Besucherzähler gesamt:

 

 

Besucherzähler heute: